Andreas & Sheila Saar
18081 Fieldbury Lane
Huntington Beach, California
92647
Tel: 1 (714) 841 5306
Mobil: 1 (714) 329 5746
Email : AndSaar@aol.com
News from California!
Wir sind in unserem Haus, haben bis auf ein paar Bücherkisten alles ausgepackt und soweit wieder eingeräumt und fangen an, uns an das Leben hier in Kalifornien zu gewöhnen.
Und das ist ganz angenehm. Zu mindestens bezogen auf das Wetter können
wir uns hier nicht beschweren. Ich
glaube, wir hatten bis jetzt erst 2 mal etwas Regen und das war dazu noch
nachts. Ansonsten schient die Sonne und nichts als die Sonne! Die Woche vor Weihnachten war es
ausgesprochen kühl, was die Leute hier so als kühl verstehen (um die 10°C
nachts – die haben sogar heiße Suppe ausgegeben) aber seit letzter Woche ist es
wieder so warm wie man es von einem deutschen Sommer kennt (ca. 22-25° am Tag).
Das beiliegende Foto ist am Heiligabend aufgenommen. Wenn wir all die
Nachrichten speziell vom Osten der USA hören, dann fühlen wir uns schon ganz
wohl hier.
Allerdings möchten wir den Schnee nicht ganz missen und deswegen werden
wir in den nächsten Wochen noch mal zum Ski fahren in die umliegenden Berge
fahren.
Eigentlich wollte ich diesen Brief schon zu Weihnachten geschrieben
haben, aber wie immer war die Zeit vor und während der Feiertage sehr busy. Wie
möchten deshalb auf diesem Wege nochmals allen ein gutes und gesundes Neues
Jahr wünschen. Wir hoffen, daß Ihr alle
gut reingekommen seid. Wir hatten sehr
schöne Weihnachten; halt etwas anderes – bezogen auf das Wetter und bei der
Beleuchtung der Häuser macht man sich keine Vorstellung, was sich die Amis
alles einfallen lassen (das muß man mal gesehen haben!!) Jedoch nicht auf das
Essen – Turkey, like in Old England und das gleich 2mal.
Silvester waren bei unseren Nachbarn zur „NewYears Eve Party“
eingeladen. Es war sehr nett und lustig. Allerdings mehr etwas für die
Tanzfaulen (nix für Lena): Tanzen
scheint nicht hier nicht so „in“ zu sein, zumindestens was unsere
Nachbarn angeht, dafür gab es Quiz Spiele.
Und die Ballerei war auch sehr bescheiden. (Ich glaube ich habe 1 - 2
Raketen gesehen!!)
Ansonsten denke ich haben wir es hier sehr gut getroffen. Alle sind
sehr hilfsbereit und nett.
Ja, nun sind wir endlich „legal“ – wie man hier so sagt und ich
(Andreas) habe endlich meine Social Security Number und Driver License. Ohne
diese beiden Nummer bist du eigentlich nichts hier und kommst auch nicht weit.
Selbst der Kauf eines Handy scheiterte fast, weil ich keine Driver License
hatte. Wie immer hängt eins vom anderen ab und das braucht Zeit.
Und wie immer hatten wir nicht damit gerechnete, daß die bürokratischen
Mühlen auch hier in USA länger brauchen als man denkt.
Ja und so spielt sich das ganze ab!
§
Ende Mai: Andreas bekommt Anruf aus USA. Du wirst hier gebraucht. Wann:
asap.
§
Anfang Juni: Andreas fliegt in die USA um alles abzuklären (eigentlich
gab es nichts mehr abzuklären, weil d. neue Position bzw. Jobwechsel schon
offiziell angekündigt wurde)
§
Ende Juni: Alle Papiere sind zusammen L1-Visa wird beantragt und
abgeschickt. Rechtsanwalt spricht von
45 Tagen.
§
Anfang Juli: Harald will unbedingt unser Haus kaufen!? Sollen wir das
jetzt schon machen?
§
Ende Juli: Sheila kommt mit in die USA, um sich umzuschauen und nach
Häusern zu sehen.
§
28.07.98 Wir unterschreiben
Kaufvertrag für unser Haus in Huntington Beach. Scheint zu funktionieren,
obwohl wir noch kein Visa haben, kein Bank account etc. Man traut uns – Familie
mit 2 Kindern!!!
§
Anfang August: Wir verkaufen unser Haus an Harald und Annette. Termin
Anfang Oktober
§
Mitte Oktober. Andreas muß wieder in die USA. User meetings etc. Melde
die Kinder in der Schule an. Außer viel Papierkram und Nachweisen, daß sie
gegen alles mögliche geimpft sind scheint dies ohne Problem zu funktionieren.
(Ohne weiteren Nachweis)
§
Ich eröffne einen Bankaccount. Funktioniert auch. Bekomme sogar
Schecks. Ohne die läuft hier nichts. Jeder zahlt mit Scheck oder
Creditcard!! Ich kläre alles mit
unserem Haus in HB (Kredit, Haus Inspektion etc.) Scheint alles zu klappen.
§
Wir entscheiden zum 10.9.98 umzuziehen.
§
Pit und Sheila’s Vater sterben.
Auf das waren wir nicht vorbereitet!
§
Anfang September: Ich komme aus USA zurück. Bis jetzt noch nichts vom
Visa gehört. Soll in den nächsten Tagen kommen.
Wir haben nur 10 Tage für 2 Beerdigungen, Haus räumen, sauber machen und uns
von allen zu verabschieden. Wie soll das gehen??
§
8.9.1988 Die Möbelpacker kommen mit einem 40 ft. Container. Gigantisch,
aber er wurde voll. In 2 Tagen ist alles verpackt, Haus leer und wir haben nur
noch ein paar Koffer.
§
Freitag: Letzter Tag für die Kinder in der Schule und Putztag. Danke an
Uschi, Elke, Sigrid und Mutti.
§
Samstag: Es regnet ununterbrochen. Scheint symptomatisch für den Sommer
98. Wir übergeben unser Haus an Harald. Schon etwas komisch nach 14 Jahren.
Aber was tun??? Visa noch nicht da. Der
Rechtsanwalt sagt, wir sollen, dürfen nicht einreisen.
§
Entscheidung: Andreas fliegt.
Sheila bleibt mit den Kinder bei Oma im Taunus und wartet.
§
Keiner kann mir sagen wie lange das noch dauern soll. Ich besorge ein
Apartment Huntington Beach (Nähe der Schule, die schon angefangen hat). Sheila kommt mit den Kindern als Tourist
eine Woche später nach.
§
Wir sind froh, daß wir wieder zusammen sind. 3 Monate dürfen wir als
Touristen bleiben.
§
Das Apartment ist ganz schön und mit der Schule klappt auch alles
problemlos. Es ist halt nicht ganz „legal“!!!
§
Da Sheila und ich sowieso Mitte Oktober wieder zurück müssen, wird das
bis dahin wohl schon klappen.
§
Anfang Oktober: Nach einigen Geldtransferproblemen übernehmen wir
unserer Haus wie geplant. Scheint auch als Tourist zu funktionieren, wenn du
genug Geld hast!
§
Die Zeit vergeht im Flug. Ich (Andreas) muß meinen Vertrag in
Deutschland verlängern, da ich ohne gültiges Visa natürlich nicht in US
arbeiten darf. Na ja, außer das sie mir die Cooperated AMEX ohne Ankündigung
entzogen haben (dies merke ich erst nachdem ich einem guten Restaurant nach
einem Essen mit Freunden zahlen wollte!!!), bekomme ich weiter mein Geld in
Germany.
§
Mitte Oktober. Ich muß zum User Meeting nach Frankfurt fliegen, aber
kein Visa in Sicht.
§
Die Kinder müssen 2 Tage zu Freunden, da Sheila auch nach Germany muß,
um Ihre letzten Tage bei Lufthansa abzuarbeiten. Es wird etwas kompliziert.
§
Nun habe ich die Kinder für 2.5 Wochen. Schule, Arbeit, Einkaufen,
Scout-Meeitngs, Halloween. Es wird etwas stressig.
§
Ende Oktober: Der Container ist angekommen. Zoll fragt zwar nach Visa.
Scheint aber auch ohne zu klappen.
§
29.09.98 Der Container ist durch den Zoll und wird geliefert. Sheila
zieht es vor noch in Germany zu verweilen. Das Haus verwandelt sich zu einem
größeren Chaos. Die Beschriftung der Kisten ist unleserlich. Weder deutsch noch
englisch!
Da das Telefon noch nicht angeschlossen ist taucht gegen mittag meine
Sekretärin auf und teilt mir mit, daß die Schule angerufen hat, Rebecca seit
krank. Peinlich: die wußten nämlich nicht das wir vorübergehend im Appartement
wohnen. Abends sind wir (Marc, Rebecca und ich) alle ziemlich fertig!
§
Das darauffolgende Wochenende ziehen wir vom Appartement ins Haus um.
Sheila weilt noch bei Anneliese in Germany. Es ist Halloween und unsere Nachbar
von gegenüber haben uns zu einer Party eingeladen. Wir lernen alle kennen.
§
10. November: Sheila kommt zurück – ich bin froh – Genau am
selben Tag erfahre ich daß das Visum genehmigt wurde.
Endlich: nach über 4 Monate. Oder? – Nein, es ist nur eine „Notice of
Action“ von der INS (Immigtration-Behörde) Was machen wir nun?? Wie geht es
weiter?? Keiner weiß so richtig
Bescheid.
§
Anne (meine Sekretärin in Köln hilft mir Licht ins Dunkel zu bringen).
Sie spricht mit der amerikanischen Botschaft in Deutschland. Sehr nette und
hilfsbereite Leute!!! Sie verweisen uns an Internet Pages und
Computerauskünfte!! Jedenfalls - wir müssen alle zurück nach Deutschland. Dann
müssen die Pässen samt „Notice of Action from INS“ bei der Botschaft in
Frankfurt abgeben werden und man muß warten, bis sie es bearbeiten und uns
zurückschicken. (soll angeblich 10 Tage dauern). Wo sollen wir 10 Tage
bleiben? Kinder-Schule? Wir sind alle
leicht angespannt!!
§
Ich plane 1 Woche, das muß reichen.
Das Gebühr bezahlen wir im voraus (durch meine Mutter) und am
26.November (Thanks-Giving!) fliegen wir alle zurück nach Frankfurt. Wir bringen Freitags noch alles zur Botschaft.
§
Am darauf folgenden Dienstag Post: Wau, das ging schnell. Sch....
Rebecca‘s Paß wird nicht anerkannt, ungültig,
und wir müssen noch mehr Geld bezahlen, da Sheila Engländerin
ist??!! Es wird aufregend. Sheila kann mit
Hilfe meiner Mutter (ich bin in Köln) alles regeln (neuen Paß für Rebecca, Geld
überweisen) und bringt alle Unterlagen am gleichen Tag zurück nach Frankfurt
zur amerikanischen Botschaft.
§
Donnerstag: Die Pässen mit dem lang ersehnten VISA kommen an. Alle sind
happy und wir fahren alle noch mal nach Donrath um nochmals Abschied zu nehmen.
Pamira ist etwas verwundert, daß wir schon wieder zurück sind, weil wir ja
gerade unsere Abschiedsfeier dort hatten. Letzte Nacht bei Iris mit Schnee zum
Frühstück.
§
Samstag: Es geht zurück in die USA. Die letzte Hürde bei der
Immigration in L.A. steht bevor. Hoffentlich merkt keiner etwas von unseren
langen Aufenthalten zuvor. Aber keine
Probleme. Endlich sind wir alle legal den
USA!!!
Naja, ab dann waren wir etwas beruhigter. Ich (Andreas) habe dann gleich meine SocialSecurity Number
beantragt und das ging ausnahmsweise ohne Problem. Die war in 2 Wochen da und
damit habe ich dann auch die Drivers License beantragt. Apropos beantragt!
Man traut uns Ausländer (Aliens)nicht so, was das fahren angeht. Ich
mußte nämlich eine schriftliche sowie ein Fahrprüfung ablegen. Macht Spaß nach
27 Jahren!!! Aber auch dies habe ich
nun hinter mir (Sheila traut sich noch nicht so recht, aber darum kommt sie
nicht herum! Fährt aber trotzdem fröhlich herum als Tour-guide für LH Freundin
Pilzi, ihre Mutter und unsere Kinder – Holywood-Beverly Hills-Malibu-Santa
Barbara-San Diego und Disney Land) und das Leben ist jetzt um ein vielfaches
einfacher.
Mittlerweile haben wir das Haus soweit eingeräumt, die notwendigen
Sachen neu gekauft (Waschmaschine, Grill, Rasenmäher, Schlafzimmer, Office und
vieles mehr). Mittlerweile bin ich Experte im „Assemblen“ (Zusammenbauen).
Alles was du hier kaufst, kommt in Einzelteilen. Normalerweise macht mir das
Spaß, aber mit all der anderen Arbeit wurde es etwas viel.
Eine Großbaustelle haben wir noch: unserer Master-bath-room. Naja – aus dem gröbsten Dreck sind wir raus
und ich habe die Weihnachtsfeiertage benutzt und zu fliesen. Eins habe ich mir
geschworen: es wird mein letztes Bad sein!!!
Das schlimme ist, bei all dem schönen Wetter hat man nicht unbedingt
große Lust, ständig Zeit beim Arbeiten zu verbringen. Na ja, es ist bald
überstanden.
Von Mitte Dezember bis Anfang Januar war Sheila’s Mutter hier. Sie hat
Californien‘s Sonne sehr genossen und ich glaube es hat Ihr recht gut getan. Für die Sommerferien haben wir schon alles
ausgebucht. Halb England und eine Menge aus Deutschland sind zu Besuch. Was
nicht bedeuten soll, daß nicht jeder herzlich eingeladen ist.
Seid Anfang der Woche hat die Schule wieder angefangen und ich habe auch
einen recht streßigen Januar. Nächste Woche muß ich für 2 Tage nach Detroit.
Die hatten am Wochenende Schneechaos. Mal sehen wie es wird!!
Es gäbe noch so viel zu erzählen, aber das reicht jetzt mal fürs erste.
Wir hoffen Euch allen geht es gut und Ihr melde Euch mal mit
Neuigkeiten aus der Heimat.
Da viele schon Email haben, habe ich unsere der Adresse beigefügt.
Viele Grüße an alle von den Auswanderern!
Andreas, Sheila, Rebecca und Marc Peter
